Regional Blues : Wish I Was in Heaven Sitting Down

Wish I Was in Heaven Sitting Down

EUR 10,21

  1. Hard time killing floor
  2. God messed up
  3. Miss Maybelle
  4. Wish I was in heaven sitting down
  5. Too many ups
  6. Nothin man
  7. See what my buddy done
  8. My eyes keep me in trouble
  9. Bad luck city
  10. Chain of fools
  11. R.L. s story
  12. Keine Titelinformation
  13. Keine Titelinformation
  14. Keine Titelinformation

Stellen Sie sich einen Mann vor, der in einem Schaukelstuhl auf einer verwitterten Veranda sitzt und beim Sonnenuntergang Geschichten erzählt. Auf den ersten Blick kommen sie einem vor wie die guten, alten Geschichten, die alle Großväter erzählen, aber während die Sonne untergeht, werden sie immer eisiger und unbequemer. Genau dies ist die Wirkung von R. L. Burnsides fünftem Album für Fat Possum, es geht an die Nerven und wird zeitweise regelrecht gruselig. Viele werden sich fragen, ob die digitalen Effekte von Come On In (1998) hier ebenfalls zu finden sind. Ja, sie sind auch hier zu finden, allerdings weniger aufdringlich. Elektronikeffekte und DJ-Gekratze gehören zu Got Messed Up, deren Anwendung erfolgt aber auf subtile Weise, so wie man außerirdische, viele tausend Meilen entfernte Geräusche nach Einbruch der Dunkelheit hören würde. Obwohl hier und da optimistische Töne auf diesem Album zu hören sind wie bei dem flotten Miss Maybelle und dem satirischen Nothin Man, ist dies alles hier typisch für die Marke Mississippi Blues, die Burnside und der verstorbene Junior Kimbrough so gut gebracht haben: Traurig, sogar ein wenig düster wird das Gefühl vermittelt, von Höllenhunden gejagt zu werden. Tatsächlich hat Burnside, wie der Track R. L. s Story andeutet, seine eigenen Dämonen, abgesehen von den Bonus-Tracks ist dies ein gelungener Abschluss, eine letzte Geschichte, bevor die Kinder ins Bett gescheucht werden. Vergessen Sie Martha Stewart, dies ist echte Halloween-Musik. --Genevieve Williams

Alter Blueser der neuen Schule - R.L. Burnside ist Jahrgang 1926. Daraus darf man gerne schließen, dass auch er die Intensität, die diese Blues-Generation auszeichnet, hat.Etwa bei dem Stück R.L. s Story erzählt er ausschließlich aus seinem Leben. Und zwar auf eine Art, dass man Gänsehaut bekommt. Das liegt nicht zuletzt an der grandiosen Band, die keine Berührungsängste zu moderner Technik hat. Neben den altbekannten Delays gibt es auch eine Menge Klänge, die ich keinem Instrument zuordnen kann. Nur seine Stimme bleibt vollkommen frei von Effekten.Auch das Titellied Wish I Was in Heaven Sitting Down geht unter die Haut. Hier gibt es allerdings ausschließlich Akkustik-Gitarre, Bass und Burnsides eindringliche Stimme.Ich habe Burnside erst vor etwa 3 Jahren entdeckt. Für mich war dass eine grandiose Erweiterung des Blues, wie ich ihn bis dahin von hochgeschätzten Musikern wie Muddy Waters usw... kannte.Ich kann dieses Album jedem Blues-Freund nur wärmstens empfehlen.




Wish I Was in Heaven Sitting Down